Bücher für Bayern
Bayerns schärfste Zunge wurde 80
Bayerns schärfste Zunge wurde 80 - hier einige Pressestimmen und Impressionen von der großen Helmut-Zöpfl-Gala im Hofbräukeller in München.



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Neuerscheinungen
Toni Lauerer
Eigentlich is wurscht (Live-DVD)
"Eigentlich is wurscht" so lautet der Titel des umjubelten aktuellen Bühnenprogramms von Toni Lauerer. Die Fans dürfen sich wie immer auf bayerischen Humor vom Feinsten freuen. Wer den Toni kennt, der weiß, dass er vor keiner der kleinen und großen Peinlichkeiten des Alltags zurückschreckt. Ob die nervenaufreibende Warterei an der Supermarktkasse, die frustrierenden Gespräche von Männern über 50 oder gar die haarsträubenden Erlebnisse bei der ersten Darmspiegelung: Toni Lauerer bringt es auf seine unnachahmliche Weise auf den Punkt!

 
Schafi
Der Verein, der Metzger und der Tod (Hörbuch)
Ein Roman wie eine Kettensäge. Triefend vor Blut und schwarzem Humor. Nicht umsonst wurde schwafi von der Süddeutschen Zeitung als "Quentin Tarantino der Oberpfalz" tituliert.  "Der Verein, der Metzger und der Tod" erzählt die tragische Geschichte des treusorgenden Familienvaters Hans Notz,  dessen Tochter Petra unter mysteriösen Umständen verschwindet. Gleichzeitig zeichnet der Roman das trostlose Gesellschaftsbild  der Kleinstadt Randsperg. Skurriles und Absurdes scheinen hier an der Tagesordnung: ein dichtender Lokalreporter, ein bürgernaher Zuhälter, ein grunzender Finanzdienstleister, ein abgetakelter Startrainer. Sie alle wollen mit der Spielvereinigung Randsperg ganz nach oben. Dabei geht man über Leichen. Hans Notz offenbart sich die Hölle, als ihn die Suche nach Petra auf die Spur der Vereinsvorstände führt. Er will Rache.
Andreas Dick
Bhoits Glück a weng bei dia
Mit sprachlicher Eleganz erzählt Andreas Dick, erfolgreicher Autor und Verleger, auch in seinem zweiten Buch bunte Geschichten aus dem Alltag, der Trauriges, Nachdenkliches, aber auch viel Lustiges in sich birgt.



Einen Höhepunkt bilden wiederum amüsante und liebenswerte Anekdoten über seine Familie, Begebenheiten, die jeder Elternteil nur allzu gut kennt. Gefühlvolle Mundartgedichte - zart eingestreut - gehen unter die Haut und spiegeln unsere bayerische Seele wider.



So ist ein bezaubernd schönes Buch entstanden, das zum Lachen, Träumen und Innehalten einlädt.
Manfred Böckl
Der Mühlhiasl
Zu allen Zeiten und in allen Kulturkreisen hat es Seherinnen und Seher gegeben. Einer der bekanntesten in Bayern und zunehmend auch in ganz Deutschland ist der Mühlhiasl, der im 18. Jahrhundert "Wägen ohne Ross und Deichsel", "einerlei Geld", "eiserne Straßen", die beiden Weltkriege und viele andere Dinge vorhergesagt hat.



In diesem Buch sind nicht nur alle überlieferten Prophezeiungen abgedruckt, sondern der mehrfach ausgezeichnete Autor Manfred Böckl beleuchtet auch das Leben des Mühlhiasl, zeigt Hintergründe seiner Prophezeiungen auf und führt zu den Orten, an denen der Prophet aus dem Bayerischen Wald gelebt und gewirkt hat. Dabei stößt er auf geheimes Wissen, ungewöhnliche Kraftplätze und uralte magische Praktiken, von denen der Müllerssohn, der mit bürgerlichem Namen Matthäus Lang hieß, noch wusste.



Die schlimmen Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima haben die Diskussion um das "Große Weltabräumen", das der Mühlhiasl prophezeit hat, neu entfacht. Welche Prophezeiungen des Sehers aus dem Bayerwald sind überhaupt schon eingetroffen? Auch darauf gibt das Buch aufschlussreiche Antworten.

 
Helmut Zöpfl
Pssst ... Streng vertraulich
"Pssst ... Streng vertraulich" ist eine bissige Gesellschaftssatire, die alles hat, was Helmut Zöpfl bei seinen Lesern so beliebt macht: Sein Humor ist auf dem Punkt, er ist nicht berechenbar, seine Gedanken sind nicht vorhersehbar.

Wie unorthodox Helmut Zöpfl ist, lässt sich allein an seiner wissenschaftlichen Karriere ablesen. Ab 1971 hatte er in München den Lehrstuhl für Schulpädagogik inne. 1998 wechselte er die Seite, nahm ein naturwissenschaftliches Studium auf, das er 2002 mit der Promotion im Fach Biologie magna cum laude abschloss. Warum? Weil er es ganz einfach wissen wollte. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Und darum kann er auch nicht zusehen, wie die Welt der Pädagogik, seiner Pädagogik, in eine falsche Richtung abkippt. Er mag nicht zuschauen, wie die Kinder heute immer angepasster werden, weil sie glauben, dass das von ihnen erwartet wird. Ein Helmut Zöpfl schaut nicht zu. Ein Helmut Zöpfl bezieht Position.

 
Gabriele Kiesl
Verschicktes Glück
Die hübsche Annie arbeitet in einer kleinen Konditorei in Regensburg - verliebt in einen absoluten Traummann, den sie allerdings nur als Kunde kennt. Als ihre Arbeitsstelle unerwartet geschlossen werden muss, ahnt sie nicht, welches Desaster ihr noch bevorsteht. Denn kurz darauf wird sie mit der Tatsache konfrontiert, dass ihre beste Freundin heiraten und aufs Land ziehen möchte. Als sei das nicht genug, ist Annie auch noch ständig ihrem beziehungsunfähigen Bruder ausgeliefert. Nur dank des hintergründigen Obdachlosen Ben und eines geheimnisvollen Päckchens, das sie vor ihrer Wohnungstüre findet, schöpft sie neuen Mut. Denn der Inhalt dieser mysteriösen Lieferung sorgt für einige Überraschungen in Annies Leben ...



Es gibt Liebesromane, die nur schön zu lesen sind und dann gibt es die, die man gelesen haben muss. "Verschicktes Glück" gehört zur letzteren Sorte. Dieser himmlische Roman bringt einen zum Lachen und zum Weinen. Er zieht einen so in seinen Bann, dass man danach die Welt mit anderen Augen sieht. In Gabriele Kiesls neuem, gefühlvollen und witzigen Liebesroman mutiert die klassische Lovestory zu einer bewegenden Liebes- und Lebensgeschichte. Schicksale anderer Menschen kreuzen den Weg der jungen Annie. Familiengeheimnisse werden aufgedeckt, aus Fremden werden Freunde und scheinbar ganz nebenbei wird sich auch noch himmlisch verliebt. Und das alles mitten unter uns in der Oberpfalz. Verschicktes Glück - mehr als nur rosarote Frühlingsgefühle.
Mathias Petry
Kainegg
Hinter Kainegg, wo einst sechs Menschen ermordet aufgefunden wurden, liegt die kleine Gemeinde Hudlhub. Die bis heute ungeklärte Bluttat wird dort neu aufgerollt, als sich Bettina Hinkel aus Münster auf Spurensuche begibt. Was gar nicht so einfach ist, denn in Hudlhub gehen die Uhren doch ein wenig anders - auch wenn die An- und Unannehmlichkeiten des 21. Jahrhunderts selbst beim zwielichtigen Landtagsabgeordneten Ludwig Haderlein, den liebenswert-skurrillen Bewohnern und dem Feuerwehrtrupp angekommen sind. Der hat alle Hände voll zu tun, als in der Gemeindekirche ein Brand ausbricht, das gierig Lochfraß betreibt. Die zerstörerische Kraft des Feuers bringt in Hudlhub mindestens ebenso viel durcheinander wie Bettinas Hinkels Neugier, die nicht jedem Hudlhubber gefällt ...

"Kainegg" ist der zweite Teil der Hudlhub-Reihe, die Geschichten aus einem fast normalen bayerischen Dorf erzählt. Wobei - was heißt schon normal?
Andreas Dick
Wohin dei Weg di führt
Mit offenen Augen und Ohren durch den Alltag marschieren, war erneut Andreas Dicks Devise, und es finden sich auch im dritten Buch Geschichten in Hochsprache und feinsinnige Mundartgedichte - voller Leben und Zuversicht. Ein Quell der Heiterkeit sind abermals die liebenswerten Episoden, die von seinen Kindern handeln.



Herrliche Versprecher, witzige Verwechslungen und unbekümmerte Äußerungen formten amüsante Anekdoten und verleihen dem Buch ein hohes Maß an menschlicher Wärme.



Aber auch nachdenklich stimmende Texte laden wiederum zum Innehalten ein, in einer Zeit, die so ruhelos geworden ist.
Otmar Fritz
Regensburg - Ein Stadtspaziergang in historischen Fotos
Bereits seit Ende der 50er Jahre ist Otmar Fritz leidenschaftlicher Hobby-Fotograf. Eines seiner liebsten Motive: die Domstadt Regensburg! Schon während seiner Schulzeit entstanden so beeindruckende Aufnahmen, die nicht nur den Wandel der heutigen Welterbestadt dokumentieren, sondern vor allem den Betrachter mitnehmen in eine längst vergangene Zeit mit so manchem Regensburger Wahrzeichen, das heute aus dem Stadtbild völlig verschwunden ist. Von den Radifrauen am Krauterermarkt über die Fischer am Donauufer, von der Steinernen Brücke zum alten Jahnstadion - der vorliegende Band lädt den Leser ein auf einen nostalgischen Spaziergang durch die historische Domstadt. Dabei werden nicht nur Kindheitserinnerungen wach, auch die Spuren der eigenen Eltern und Großeltern werden wieder lebendig.
Helmut Zöpfl / Mathias Petry
Zurückbleiben, bitte!
Wie geben wir unseren Kindern das Rüstzeug mit, um sich in einer immer komplizierter werdenden Welt zurechtzufinden? Die Lehrpläne stellen heute Kompetenz in den Mittelpunkt, nicht mehr Fähigkeiten. Ist das so richtig - oder sind wir auf einem Holzweg? Der Pädagoge Helmut Zöpfl sieht katastrophale Tendenzen - und er macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. Stehen wir vor einer Herrschaft der Dummen, vor einer Morokratie? Warum sind wir alle so angepasst? Was passiert mit unserer Bildung? Machen wir uns mit der Pisa-Studie etwas vor?

"Zurückbleiben, bitte!" lautet der Titel seiner Streitschrift voller bissiger Satire, die er zusammen mit Mathias Petry verfasst hat. Helmut Zöpfl bezieht sehr klare und unbequeme Positionen. Eine pädagogische Lehrstunde über pädagogische Leerstunden, die sich an Eltern, Lehrer und Entscheider im politischen System richtet. Ein wichtiges Buch!